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Quiz: Kommunismus (Teil 1)

© Bryan Caplan

Frage Nr. 1/20

Zu welcher Gruppe gehörten die meisten Opfer, deren Leben Lenin auf dem Gewissen hat?

Wählen Sie bitte die richtige Antwort aus:
a) - die zaristischen Beamten
b) - die Händler
c) - die Kosaken
d) + die Bauern
e) - die Menschewiken
f) - die orthodoxen Priester
Erklärung:
Die Bauern waren die zahlreichste Klasse in Lenins Russland; die anderen Gruppen wurden auch verfolgt, sie waren aber nicht so zahlreich. Die Don Kosaken waren vermutlich die zweitgrösste Opfergruppe: Da sie dem Regime von Lenin feindlich eingestellt waren, wurde dieses Ethnikum, zu dem vor dem Bürgerkrieg etwa eine Million Menschen gehörten, fast ausgelöscht. Für mehr Informationen siehe: Mikhail Heller, Aleksandr Nekrich: Utopia in Power: The History of the Soviet Union from 1917 to the Present

Frage Nr. 2/20

Während des zweiten Weltkrieges und danach befahl Stalin mehrere Völker, die in der Sowjetunion lebten, zu deportieren. Z.B. nach Sibirien . Unter diesen Völkern waren...

Wählen Sie bitte die richtige Antwort aus:
a) + die Wolga-Deutschen, die Kalmyken und die Tschetschenen
b) - die Griechen, die Koreaner und die Tschetschenen
c) - die Wolga-Deutschen, die Tschetschenen und die Weißrussen
d) - die Kalmyken, die Krim-Tataren und die Don-Kosaken
e) - die Krim-Tataren, die Ukrainer und die Buryat-Mongolen
f) - die Wolga-Deutschen, die Juden und die Koreaner
Erklärung:
Die Krim-Tataren wurden nach der Zurückeroberung von Krim auch deportiert. Die ethnischen Griechen und Koreaner erfuhren ähnliche Behandlung noch vor 1941. Die anderen Völker wurden anderen Persekutionen ausgesetzt, sie wurden jedoch nicht während dieser Periode en masse deportiert. Für mehr Informationen siehe: Robert Conquest: The Soviet Deportation of Nationalities

Frage Nr. 3/20

Während einer schrecklichen Hungersnot 1891-92 starben etwa 400.000 der Untertanen des Zaren. Wie viele Tote Sowjetbürger hat die Hungersnot 1920-21 etwa gefordert?

Wählen Sie bitte die richtige Antwort aus:
a) - 100.000
b) - 250.000
c) - 400.000
d) - 1.000.000
e) + 5.000.000
f) - 30.000.000
Erklärung:
Die Tatsache, dass die Hungersnot unter Lenin etwa zehnmal so viele Opfer wie die letzte große Hungersnot unter dem Zaren gefordert hat, zeigt wie unglaubwürdig die Erklärung "Schlechtes Wetter" ist. Der Ausmaß der Hungersnot 1920-21 wurde auch durch sowjetische und russische Quellen bestätigt. Siehe auch Carl Landauer: European Socialism: A History of Ideas and Movements

Frage Nr. 4/20

Lenin hat die Hungersnot 1920-21 mit voller Absicht verursacht, oder sie zumindest mit vollem Bewusstsein trotz der seiner Möglichkeiten nicht verhindert. Welche Fakten sprechen für diese Behauptung?

Wählen Sie bitte die richtigen Antworten aus:
a) - Das Wetter in den Jahren 1920 und 21 war eigentlich gut.
b) + Als die Hungersnot die Existenz des sowjetischen Regimes bedrohte, hat Lenin seine Landwirtschaftspolitik geändert.
c) + Große Getreidevorräte der Weißen Armee wurden 1920 erobert
d) + Sowohl das Saatgut als auch die Nahrungsmittel wurden von den Bauern als Strafmaßnahme requiriert
Erklärung:
Eine Dürre hat zu der Hungersnot beigetragen, sie war aber bei weitem nicht der wichtigste Faktor. Siehe auch: Richard Pipes: Die Russische Revolution. Band 1 und Band 2

Frage Nr. 5/20

Die Chance zehn Jahre in einem typischen sowjetischen Arbeitslager der Lenin- oder Stalinzeit zu überleben war...

Wählen Sie bitte die richtige Antwort aus:
a) - 80%
b) - 60%
c) - 30%
d) + 10%
e) - weniger als 3%
f) - weniger als 1%
Erklärung:
Laut R.J. Rummel: Lethal Politics: Soviet Genocide and Mass Murder Since 1917, der mehrere Schätzungen der "Schwundquote" in verschiedenen sowjetischen Arbeitslagern untersucht hat, lag die Sterblichkeit in einem typischen Lager pro Jahr zwischen 10% und 30%. Wenn wir die mittlere Schätzung (20%) nehmen, kommen wir mit simpler Arithmetik zu dem Ergebnis, dass die Chance zehn Jahre in einem solchen Lager zu überleben bei etwa 10% lag.

Frage Nr. 6/20

Lenin setzte Präzedensfälle für jedes der Verbrechen, die auch Stalin begangen hat. Bis auf...

Wählen Sie bitte die richtigen Antworten aus:
a) - ganze Völker nach Sibirien zu deportieren
b) - Hinrichtung von anderen Sozialisten
c) + Befehl andere hochranginge Kommunisten hinzurichten oder zu ermorden
d) - Befehl an die Geheimpolizei, politische Gefangene als Zwangsarbeiter bei gefährlichen Bauprojekten zu nutzen
Erklärung:
Lenin hat darauf verzichtet, seine hochrangige Genossen ermorden zu lassen. Von anderen Verbrechen hat er aber nicht zurückgeschreckt. Manche ignorieren die Deportationen der Don-Kosaken in der Annahme, dass die ethnische Verfolgung erst während des zweiten Weltkrieg unter Stalin begann. Mehr Informationen: Richard Pipes: Die Russische Revolution. Band 2 - Die Macht der Bolschewiki

Frage Nr. 7/20

Während des russischen Bürgerkrieges, wollte Trotzki "die Militarisierung der Arbeit". Dies war ...

Wählen Sie bitte die richtigen Antworten aus:
a) - ein Dekret, nach dem nich benötigte Arbeiter der Roten Armee beitreten müssten.
b) - ein Dekret, nach dem die "Kontrarevoluzionäre" mindestens 20 Stunden pro Woche für den Kriegsbedarf arbeiten müssten.
c) + ein zentraler Bestandteil der Planwirtschaft.
d) + zum Kriegsende, nachdem die Inflation den Rubel gänzlich entwertete, weitgehend umgesetzt.
e) + ausdrücklich im Widerspruch mit dem Recht eines arbeitenden Menschen, seinen Beruf selbst zu wählen.
Erklärung:
Trotzki hat ausdrücklich das Recht eines Menschen, seine Arbeit selbst zu wählen, bestritten. Nicht nur während des Krieges, sondern dauerhaft. Arbeiter sollten die ihnen zugewiesene Arbeit machen und im Gegenzug würden sie offizielle Rationen erhalten. Die Preiskontrollen zusammen mit massivem Gelddrucken führten dazu, das zum Ende des Bürgerkrieges dieses Ideal verwirklicht wurde.

Frage Nr. 8/20

Trotzkis Methoden der Armeeführung enthielten:

Wählen Sie bitte die richtigen Antworten aus:
a) + die Todesstrafe für einen Rückzug
b) - Säuberungen der Roten Armee von ehemaligen zaristischen Offizieren
c) + Hinrichtungen der Kriegsgefangenen
d) - Antijüdische Pogrome, um den Vorwürfen, er würde Juden bevorzugen, entgegenzuwirken
Erklärung:
Trotzki hatte eine lebenslange Vorliebe für die Todesstrafe, die er sowohl gegen eigene als auch gegen die feindlichen Soldaten zu verhängen pflegte. Die Offiziere des Zaren wurden von der Roten Armee nicht ferngehalten, im Gegenteil, sie wurden einberufen. Die Pogrome wurden meistens von der Weißen Armee verübt. Siehe auch: Carl Landauer: European Socialism: A History of Ideas and Movements

Frage Nr. 9/20

Außer der ukrainischer Hungersnot 1932-33, war die Anzahl der von Stalin ermordeten "Kulaken" und deren Familien etwa:

Wählen Sie bitte die richtige Antwort aus:
a) - Paar tausend Dorfvorsteher. Fast alle Todesopfer passierten während der Hungersnot in die Ukraine, die erst nach der "Dekulakisierungs"-Kampagne heimgesucht hat.
b) - 100.000 - etwa so viele Japaner starben durch die Atombomben in Hiroschima und Nagasaki
c) - 250.000 - etwa so viel Sinti und Roma hat Hilter auf dem Gewissen
d) - 1.5 Millionen - etwa so viele Armenier haben die Türken ermordet
e) - 2 Millionen - etwa so viele Meschen fielen Pol-Pot in Kambodscha zu Opfer
f) + 6.5 Millionen - etwas mehr als die Anzahl der Juden, die Hitler ermorden lies
Erklärung:
Die "Dekulakisierung" war in der Tat das Verbrechen des Jahrhunderts. Nicht nur, dass es die Dimensionen der Verbrechen von Hitler erreicht, es entzieht sich damals wie heute der Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit. Die Massendeportationen der Kulaken und deren Familien gingen der Zwangskollektivierung voraus. Anscheinend hatte sie zum Ziel die bäuerlichen Gemeinden zu "enthaupten" und alle Anführer, die Widerstand gegen Stalins Absichten organisieren könnten. Die "Kulaken" waren oft sehr arm - eine Kuh zu viel oder ein unvorsichtiges Wort zu einem Parteimitglied konnten zu dieser tödlichen Bezeichnung führen. Obwohl die sowjetischen Quellen die Hungersnot in der Ukraine geleugnet haben, haben sie immer zugegeben, dass ganze Familien der Kulaken im großen Maße "liquidiert" wurden. Siehe auch Robert Conquest: Ernte des Todes

Frage Nr. 10/20

Stalins Hungersnot 1932-33, in der fast sieben Millionen Bauern verhungerten, scheint absichtlich geplant gewesen zu sein. Dafür spricht:

Wählen Sie bitte die richtigen Antworten aus:
a) + Die Getreidequoten, die die Bauern abführen mussten, wurden in der Ukraine und für die Kosaken abnormal hoch gesetzt. Sogar in relativ unfruchtbaren Gegenden.
b) + Den Behörden wurde im Herbst 1932 befohlen, das Saatgut in abgesicherte städtische Silos zu verfrachten.
c) + Die Ukraine wurde blockiert. So dass die Nahrungsmittel aus dem benachbarten Russland nicht hingebracht werden konnte und die ukrainischen Bauern nicht rauskonnten.
d) - Der Chef der Geheimpolizei Menschinsky wurde nach Protesten gegen Stalins Ukraine-Politik, hingerichtet und durch anti-ukrainischen Jagoda ersetzt.
Erklärung:

Alle Anzeichen der Absicht sind real, bis auf die Hinrichtung von Menschinsky. Dieser wurde weder hingerichtet nur war er pro-ukrainisch. Es gab jedoch andere Parteimitglieder, die Stalin ihre Meinung sagten und den ultimativen Preis zahlen mussten. Stalins zweite Ehefrau hat Selbstmord begangen, angeblich nachdem sie erfahren hat, welche Rolle er in diesem schrecklichen Verbrechen gespielt hat.

Die Sozialisten in der Welt haben im Allgemeinen erkannt, was Stalin getan hat. Siehe dazu auch die Diskussion des demokratischen sozialistischen Historikers Carl Landauer: European Socialism: A History of Ideas and Movements.

Frage Nr. 11/20

Zu etwa der selben zeit als die Hungersnot in der Ukraine gewütet hat, verhungerte über eine Million Kasachen. Diese Hungersnot

Wählen Sie bitte die richtigen Antworten aus:
a) + war tödlich, weil Die Nomaden gezwungen wurden, ihre tradizionelle Lebensweise aufzugeben ohne sie auf eine andere entsprechend vorzubereiten.
b) - hatte zum Ziel den islamischen Glauben zu vernichten.
c) - war einen Reaktion auf die vermeintlich pro-deutsche Einstellung der Kasachen.
d) - war, wie die in der Ukraine, absichtlich herbeigeführt.
e) - nur zum sporadischen gewaltsamen Widerstand geführt.
Erklärung:
Die massive Hungersnot unter den Kasachen, hat in der Welt noch weniger Aufmerksamkeit erregt, als die in der Ukraine. Nach den meisten Quellen, wurde sie, im Gegensatz zu der Hungersnot in der Ukraine, nicht absichtlich geplant. Sie kann aber trotzdem als "Mord durch Unterlassung" gelten. Die Kasachen widersetzen sich der Kollektivierung durch massive Rebellion. Und in der Tat konnten sie sich der russischen Autorität seit dem ersten Weltkrieg widersetzen. Über eine Million Kasachen flüchtete über die Grenze ins westliche China. Siehe auch Martin Gilbert: Atlas of Russian History

Frage Nr. 12/20

Zwischen 1936 bis 1938 führte Stalin Säuberungen gegen vermeintliche Gegner in der Kommunistischen Partei durch. Von den 1966 Delegierten zum Parteitag 1934, wie viele wurden bis zum Parteitag 1939 wegen konrtrarevolutionären Straftaten verhaftet?

Wählen Sie bitte die richtige Antwort aus:
a) - 115
b) - Etwa 300
c) - Etwa 500
d) + 1108
e) - Alle bis auf 115
f) - Alle
Erklärung:
Für diese und andere interessante Zahlen, schauen sie sich Robert Conquest: The Great Terror: A Reassessment an.

Frage Nr. 13/20

Zum Ende des Großen Terrors, wurde so viele ausländische Kommunisten, die in der Sowjetunion im Exil lebten, verhaftet oder hingerichtet, dass die Kommunistischen Parteien dieser Länder sich formell aufgelöst haben:

Wählen Sie bitte die richtigen Antworten aus:
a) + Polen
b) - Deutschland
c) + Korea
d) - die baltischen Staaten, Lettland, Litauen und Estland
e) - die baltischen Staaten, Finnland und Rumänien
f) - Bulgarien, Jugoslawien und Griechenland
Erklärung:
Laut dem Artikel über Tito aus Rodger Swearingen: Leaders of the Communist World, entging die jugoslawische Kommunistische Partei nur knapp dem Schicksal der polnischen und der koreanischen Partei.

Frage Nr. 14/20

Die Population Stalins Arbeitslagern wuchs von etwa hunderttausend unter Lenin bis 1930 auf etwa eine Million an. Die Population hat sich danach

Wählen Sie bitte die richtige Antwort aus:
a) - stabilisiert. Weil die Verstorbenen durch die Wellen der deportierten Kulaken ersetzt wurden.
b) + auf etwa zehn Millionen in 1940 stabilisiert, nachdem etwa eine Million Polen zur Deportation verurteilt wurde.
c) - nicht wesentlich erhöht. Erst zu der Zeit des Großen Terrors hat sie sich etwa verdoppelt.
d) - wuchs wesentlich während der "Dekulakisierung". Danach ist sie trotz des Großen Terrors langsam gesunken.
e) - nie stabilisiert. Sie wuchs auf 20 Millionen am Ende des zweiten Weltkrieges und auf 25 Millionen zu Stalins Tod.
f) - wuchs dann sank während des zweiten Weltkrieges, weil die Insassen Amnestie bekamen, wenn sie sich der Roten Armee anschlossen. Nach dem Krieg wuchs sie bis 1948 auf 3 Millionen an.
Erklärung:
Die in Zahlen, die aus Robert Conquest: The Great Terror: A Reassessment oder Alexander Solschenizyn: Der Archipel GULAG stammen, wurden auch durch Marxisten wie Roy Medvedev bestätigt.

Frage Nr. 15/20

Kolyma, Kolyma, wunderbarer Planet,
zwölf Monate Winter und der Rest ist Sommer
.

dieses Reimpaar bezieht sich auf

Wählen Sie bitte die richtige Antwort aus:
a) + das tödlichste Zwangsarbeitslager in Sibirien, wo über zwei Millionen Menschen starben.
b) - die Behandlung die ausgestoßene Parteimitglieder nach einer Säuberung erfuhren. Sie wurden von ihren ehemaligen Freunden und Familie total gemieden.
c) - den Kanal zwischen dem Ostsee und dem Weißen Meer, den Zwangsarbeiter unter extrem harten Bedingungen erbaut haben.
d) - die Einzelhaftsszellen der NKVD in Moskau, die nicht beheizt waren.
e) - Stalin, bzw. einen seinen revolutionären Tarnnamen.
f) - Stalins erste Ehefrau, wegen ihrer eiskalten Persönlichkeit.
Erklärung:
Kolyma hatte eine kleinere Population als andere Teile von GULAG, aber die Mortalität war dort so hoch dass dort mehr Leute umkamen als in irgendwo anders. Im Jahre 1944 wurde das Lager von dem amerikanischen Vizepräsidenten Henry Wallace besucht. Eine Kombination von massiver Irreführung (die Insassen wurden für die Dauer des Besuches durch gut ernährte Geheimpolizisten ersetzt) und bereitwilligen Selbsttäuschung, lobte Wallace mit Begeisterung das sowjetische Strafrecht. 1948 war Wallace der dritte Kandidat für das Amt des amerikanischen Präsidenten und die KPUSA unterstützte ihn aktiv bei diesem Vorhaben. Mehr Info über Kolyma findet man z.B. in Robert Conquest: The Great Terror oder in David Caute: The Fellow Travellers: Intellectual Friends of Communism

Frage Nr. 16/20

1939 überfiel Hilter Polen aus dem Westen und Stalin aus dem Osten. Während der folgenden zwei Jahre Frieden zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und der Sowjetunion:

Wählen Sie bitte die richtigen Antworten aus:
a) + ermordete Stalin dreimal so viele Polen als Hilter, obwohl die Population der sowjetisch besetzten Zone nur etwa die Hälfte der Population in den durch Hilter besetzten Zone betrug.
b) - flüchteten Millionen Polen in die sowjetisch besetzte Zone, um den noch schlimmeren Bedingungen unter den Nazis zu entkommen.
c) - etwa gleich viele Polen starben in beiden Zonen, obwohl der Anteil der Opfer in der Bevölkerung in der deutschen Zone höher war.
d) - Zehntausende von polnischen Intellektuellen, Offizieren und anderen führenden Perönlichkeiten wurden durch eine gemeinsame sowjetisch-deutsche Spezialeinsatztruppe hingerichtet.
Erklärung:
Während der ersten zwei Jahre der Okkupation ermordeten die Nazis etwa 120.000 Einwohner Polens, währen die Kommunisten in dieser zeit etwa 400.000 ermordet haben. Siehe auch die interessante Diskussion der Fakten in Stanley G. Payne Geschichte des Faschismus

Frage Nr. 17/20

Der Molotow-Ribbentrop Nichtangriffspakt enthielt eine Geheimklausel, in der das Osteuropa in eine deutsche und eine sowjetischen Einflusszone aufgeteilt wurde. Im Rahmen dieses Vertrages

Wählen Sie bitte die richtigen Antworten aus:
a) - die sowjetische Einflusszone enthielt ursprünglich den Osten Polens, alle drei baltischen Staaten, Finnland und einen Teil von Rumänien
b) + "tauschte" Deutschland Litauen gegen einen Teil von Polen
c) - tauschten Hitler und Stalin politische Gefangene, um eigene Genossen zu befreien.
d) - annektierte Stalin 1941 Finnland.
e) + 2-4% der Bevölkerung der baltischen Staaten wurden nach Sibirien deportiert.
Erklärung:

Wenigen ist die Enge der nazistisch-sowjetischer Allianz von 1939-1941 bewusst - es war eine militärische, ökonomische und politische Beziehung von großer Wichtigkeit. Militärisch gab es die gemeinsame Invasion Polens. Für die ökonomische Zusammenarbeit stehen Stalins wichtigen Lieferungen an Deutschland, die die Britische Blockade Deutschlands unwirksam machte. Politisch haben Hitler und Stalin Osteuropa systematisch unter sich aufgeteilt.

In der Tat tauschten Hilter und Stalin Gefangene auf, nicht jedoch um sie zu befreien, sondern um sich gegenseitig bei der Ermordung eigener Feinde zu helfen. Hitler und Stalin tauschen russische Emigranten, die in Deutschland lebten, gegen deutsche Kommunisten die Russland gelebt haben.

Stalins Invasion in Finnland kam ins Wanken und wurde (zeitweilig) aufgegeben; allerdings gewann er wichtige Konzessionen im Grenzgebiet. Wegen der Invasion in Finnland wurde UdSSR aus der Liga der Nationen ausgeschlossen.

Mehr interessante Fakten kann man in Anthony Brown und Charles MacDonald: On A Field of Red: The Communist International and the Coming of World War II. finden.

Frage Nr. 18/20

Hitlers Invasion gegen die Sowjetunion 1941...

Wählen Sie bitte die richtige Antwort aus:
a) - zeigte, dass der Große Terror erfolgreich die meisten potentiellen Kollaboratöre beseitigt hat.
b) - überzeugt Stalin, eine sofortige Säuberung in der Roten Armee durchzuführen und dabei auch den berühmten Marschal Tuchatschewsky zu beseitigen.
c) - überzeugte Stalin die Kolchosen und das interne Passsystem zeitweilig aufzulösen.
d) + löste einen antisowjetischen Partisanenaufstand unter den Ukrainern und den Tschetschenen aus.
e) - erscheint heute als ein Präventivschlag gegen Stalins geplante Invasion des Deutschen Reiches.
f) - wurde gefördert durch die Fähigkeit der baltischen Staaten die Invasion der Roten Armee für fast vier Monate zu Stillstand zu bringen.
Erklärung:
Hitlers Invasion zeigte, dass Stalins Terror zumindest so viel Hass wie Angst geschürt hat. Ukrainische und tschetschenische Partisanenarmeen revoltierten gegen Stalins Unterdrückung. Es waren die Säuberungsaktionnen in der Roten Armee in den 30' zusammen mit der gescheiterten Invasion in Finnland, die Hilter überzeugten, dass die Sowjetunion zu schwach ist, um einer Invasion zu widerstehen. Anthony Brown und Charles MacDonald: On A Field of Red: The Communist International and the Coming of World War II. bringt mehr Details, einschließlich der Beweise, die bestätigen, das GESTAPO geholfen hat, Beweise gegen Tuchatschewsky und andere Generäle zu fabrizieren.

Frage Nr. 19/20

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegen wurden Stalins Zwangsarbeitslagern durch ... wiederaufgefüllt.

Wählen Sie bitte die richtigen Antworten aus:
a) - große Zahl japanischer Kriegsgefangener
b) + deutsche Kriegsgefangene aber auch zivile Angehörigen der deutschen Minderheiten
c) + Millionen Sowjetbürger, die in die deutsche Kriegsgefangenschaft geraten sind.
d) - Über die Hälfte der Bevölkerung von Armenien und Georgien
e) - Über 10% der Bevölkerung der Ukraine
Erklärung:

Nicht nur die deutschen Kriegsgefangenen, sondern auch die angehörigen der deutschen Minderheit in ganz Osteuropa wurden nach Sibirien zur Zwangsarbeit geschickt. Was die sowjetischen Kriegsgefangenen angeht, deklarierte Stalin, dass es keine sowjetischen Kriegsgefangenen gibt, nur "sowjetischen Verräter". Und sie wurden als Verräter zur Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt. Siehe auch Alfred-Maurice de Zayas: A Terrible Revenge: The Ethnic Cleansing of the East European Germans, 1944-1950 um mehr über die Gräueltat denen die deutschen Minderheiten in Osteuropa nach dem zweiten Weltkrieg ausgesetzt waren zu erfahren.

Um mehr über die Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen zu erfahren, siehe auch Alexander Solschenizyn: Der Archipel GULAG. Den amerikanischen und den britischen Truppen wurde, ungeachtet der üblichen Regeln zum politischen Asyl, befohlen, die sowjetischen Kriegsgefangenen nach Hause zurückzuschicken, unbeachtet der Strafen, die diese nach ihrer Rückkehr zu erwarten hatten. Diese Befehle wurden meistens buchstabentreu erfüllt, dies mach die Regierungen von den USA und Großbritannien zu willigen Komplizen an einem der größten von Stalins Kriegsverbrechen. In seiner "Geheimansprache" 1956 behauptete Chruschtschow, dass Stalin das ganze Ukrainische Volk deportieren wollte, gab seine Pläne aber auf, weil es schlicht zu viele gewesen wären.

Frage Nr. 20/20

Das Abkommen von Jalta erlaubte eine "geordnete" und "humane" Ausweisung der deutschen Minderheiten aus den meisten Gebieten von Osteuropa. In Wirklichkeit

Wählen Sie bitte die richtigen Antworten aus:
a) + wurden über zehn Millionen Deutsche vertrieben und zwei Millionen kamen dabei ums Leben.
b) - nachdem die Roten Armee Osteuropa passierte, blieben zu wenige Deutsche, die man Vertreiben könnte.
c) - über zwei Millionen Deutsche wurden von den kommunistisch dominierten Regierungen Polens und der Tschechoslowakei vertrieben.
d) - über die Hälfte der "Ausgewiesenen" wurden nach Sibirien und nicht nach Deutschland vertrieben
e) - befahlen die amerikanischen und britischen Truppen den deutschen Flüchtlingen, in ihr Heimatland zurückzukehren.
Erklärung:

Nach der Änderung der polnischen Grenzverlaufes, war Westpolen und das Sudetenland überwiegend von Deutschen besiedelt. Vierzehn Millionen dieser Leute wurden unter tödlichen Bedingungen ausgewiesen, zwei Millionen überlebten die Vertreibung nicht. Mehr Details findet man in Alfred-Maurice de Zayas: A Terrible Revenge: The Ethnic Cleansing of the East European Germans, 1944-1950

Deutsche Zivillisten wurden auch zur Zwangsarbeit nach Sibirien deportiert, es waren jedoch weit weniger als die Hälfte. Die Amerikaner und Briten schickten sowjetische Kriegsgefangenen nach Hause, aber selten befahlen sie den Flüchtlingen aus Polen und der Tschechoslowakei zurückzukehren.

Warnung: Hier werden Quizantworten verraten

Hier können Sie die Antworten auf die Fragen des Quiz Kommunismus (Teil 1) ausdrucken.

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